7 08 2019

BrainCoaching

Menschen können Phasen durchleben in denen sie wenig aktiv sind oder sich beispielsweise aufgrund der Pension „kognitiv langweilen“.  Durch das Ausüben von kognitiv stimulierenden Aktivitäten kann die sogenannte kognitive Reserve erhöht werden, d.h. einem Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit kann vorgebeugt und die mentale Flexibilität erhalten bleiben.

Die Möglichkeiten die mentale Leistungsfähigkeit zu trainieren sind zahlreich. So gibt es zum einen strukturierte Trainingsprogramme in der Gruppe wie beispielsweise das von ZithaAktiv angebotene NEUROfit oder zum anderen kognitives Training am Computer (z. Bsp. Neuronation). Diese Trainingsprogramme enthalten gezielte Übungen zur Förderung der kognitiven Funktionen wie unter anderem der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses.

Use it or lose it!

Kognitives Training muss jedoch nicht ausschließlich anhand eines bestimmten Trainingsprogrammes durchgeführt werden, sondern kann auch andere kognitiv stimulierende Aktivitäten umfassen. Ergänzend zu einem Trainingsprogramm können Aktivitäten durchgeführt werden, die den eigenen Interessen entsprechen und vielleicht auch schon früher als Hobby ausgeübt wurden. Dadurch, dass die Aktivität von der Person selbst ausgewählt wird, kann die Motivation, diese durchzuführen höher sein, als dies bei vorgegebenen Tätigkeiten im Rahmen eines strukturierten Trainingprogrammes der Fall ist.

In der Schweiz wurde das sogenannte BrainCoach Programm entwickelt, im Rahmen dessen Patienten von einem BrainCoach (Hausarzt und Psychologen) im Sinne von „Use it oder lose it“, motiviert werden eine oder mehrere kognitive Aktiväten aufzunehmen und regelmäßig auszuüben. Die Patienten können frei wählen, welche Aktivität sie aufgreifen möchten, wobei sie Unterstützung von dem BrainCoach erhalten.

Mögliche Aktivitäten umfassen sowohl individuelle als auch in der Gruppe durchgeführte Tätigkeiten. Hierunter fallen künstlerische Tätigungen, das Spielen eines Musikinstrumentes oder Lesen. Gruppenaktivitäten haben eine zusätzliche soziale Komponente, dazu zählen beispielsweise Sprach- und Tanzkurse, Lesegruppen, Gesellschaftsspiele als auch Kino- und Theaterbesuche.

Personen, die ihre mentale Leistungsfähigkeit trainieren möchten, haben somit zahlreiche Optionen wie sie dies tun können – sei es anhand eines strukturierten Trainingprogrammes oder anhand einer kognitiv stimulierenden Tätigkeit.

Quelle:

Mistridis et al. (2017). Use it or lose it! Cognitive activity as a protective factor for cognitive decline associated with Alzheimer’s disease. Swiss Medical Weekly, 147, w14407. doi: 10.4414/smw.2017.14407

Mehr Informationen zum BrainCoach-Programm im Internet:

http://braincoach-program.ch/

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